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Wie Wale unser Klima veraendern

Wie Wale unser Klima veraendern

Wusstest du wie wichtig Wale für unser Klima sind?
Sustainable Human hat dies recherchiert und dabei ist diese Doku heraus gekommen.
Meine Freundin Simone Schwalb hat den englischen Text dankenswerterweise sinngemäß ins Deutsche übersetzt.
Viel Spaß beim gucken
Herzensgrüße
Moni

Sinngemäße deutsche Übersetzung von Simone Schwalb:

Wie Wale das Klima veraendern

Eines der spannendsten wissenschaftlichen Funde des letzten halben Jahrhunderts war die Entdeckung von weit verbreiteten „trophischen Kaskaden“. Eine „trophische Kaskade“ ist ein ökologischer Prozess, der an der Spitze der Nahrungskette beginnt und am Boden endet. Wir alle wissen, dass Wale Fisch und Krill fressen. Und manche Menschen, beispielsweise bestimmte Politiker in Japan, haben argumentiert, dass es für die Menschen gut ist, Wale zu töten, weil sie dann mehr Nahrung haben, sollte man zumindest meinen.

Aber als die Zahl der Wale zurückging, taten dies auch die Fische und der Krill.
Es schien logisch, dass deren Anzahl selbstverständlich ansteigen würde, sobald ihr größter Fressfeind verschwinden würde. Es stellte sich jedoch heraus, dass Wale nicht nur diese Tiere fressen. Sie erhalten sie auch am Leben.

Eigentlich helfen sie sogar, das gesamte Ökosystem im Meer aufrecht zu erhalten. Wale fressen
oft in Tiefen, in denen es stockdunkel ist und dann kommen sie wieder an die Oberfläche in die „euphotische Zone“ wo genug Licht ist, um Photosynthese zu ermöglichen. Dort hinterlassen sie dann ihre Fäkalien – riesige Berge von Walkot (Amber genannt) – und dieser ist reich an Eisen und Stickstoff. Das sind Nährstoffe, welche in den oberen Wasserschichten sehr selten vorkommen. Und diese Nährstoffe befruchten das pflanzliche Plankton, welches an den einzigen Orten lebt, in dem Pflanzen überleben können – in der „euphotischen Zone“.

Das Wasser an der Oberfläche zu befruchten ist nicht das einzige, das Wale tun. Bei ihren Tauchgängen wirbeln sie den Plankton zurück in die „euphotische Zone“, was ihm mehr Zeit gibt, sich zu vermehren bevor es auf den Grund sinkt.

Obwohl die Walpopulationen stark zurückgegangen sind, ist die vertikale Durchmischung des Wassers durch auf- und abtauchende Tiere erstaunlicherweise genauso hoch wie die, welche durch alle Winde, Wellen und Gezeiten entsteht.

Mehr pflanzliches Plankton bedeutet mehr tierisches Plankton, das die größeren Tiere fressen können. In anderen Worten ausgedrückt – mehr Wale bedeutet mehr Fisch und Krill. Aber die Geschichte endet hier noch nicht, denn pflanzlicher Plankton ernährt nicht nur die Meerestiere,
sondern es nimmt auch CO2 aus der Atmosphäre auf. Wenn es dann schließlich auf den Meeresboden sinkt, nimmt es den Kohlenstoff aus dem Kreislauf mit sich hinunter an einen Ort, an dem er tausende von Jahren verbleibt.

Je mehr Wale, desto mehr Plankton; je mehr Plankton, desto mehr Kohlenstoff wird aus der Luft gezogen.

Als die Walpopulationen noch größer waren, bevor viele von ihnen getötet wurden, schien es, als wenn sie verantwortlich gewesen wären, 10.000 Millionen Tonnen von Kohlenstoff jedes Jahr aus der Atmosphäre zu entfernen.

Wale verändern das Klima!

Die Rückkehr der Großwale, sofern sie sich erholen durften, kann als eine Art umweltfreundliches
„GEO-Engineering“ angesehen werden. Es könnte einiges an Zerstörung, die wir am Ökosystem Meer und in der Atmosphäre angerichtet haben, wieder rückgängig machen.

(Fachbegriffe wie „trophische Kaskaden“, „euphotische Zone“ und „Geo-Engineering“ können auf Wikipedia nachgeschlagen werden!)

Klasse: Wie Wale unser Klima veraendern.

Veröffentlicht von

www.waleunddelfine.de

Meinen ersten Delfin sah ich 1995 am anderen Ende der Welt in Neuseeland und seit dem begleiten mich die Meeressäuger. Ich bin tief mit Walen und Delfinen verbunden und erzähle dir auf diesem Blog von ihnen und meinen Erlebnissen.

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