Ich danke den Flipperdarstellerinnen

Die Serie Flipper war in den 60ger Jahren ein voller Erfolg. Und auch ich war und bin noch heute von Flipper begeistert. Ich glaube ohne diese Serie hätten Delfine nicht dieses positive Image von Intelligenz, Leichtigkeit und Freude. Und ich danke den Flipperdarstellerinnen, 5 an der Zahl, die für die Dreharbeiten eingesetzt wurden. Unter Einsatz ihres Lebens und mit viel Stress und Entbehrungen haben sie das harte Training ausgehalten, um uns Menschen diese schönen verträumten Fernsehstunden zu schenken. 

Luke Halpin der in der ersten Flipperserie (Erstausstrahlung 19.09.1964 – Letzte Folge 15.04.1967) Sandy Ricks spielte, sagte in einem Interview, dass die Rolle für ihn ein Geschenk gewesen sei und Millionen von Menschen von Flipper beeinflusst wurden.

Auch ich wurde sehr positiv beeinflusst und liebe diese Tiere seit jener Zeit in den 70gern, als ich die Serie schaute, und ich danke den Flipperdarstellerinnen für die schönen Stunden. 

Ein kurzer Einblick in die Dreharbeiten

Der damalige Tainer Richard O´Barry kümmerte sich um die Tiere und brachte ihnen alle Tricks bei, sie vertrauten ihm und er verbrachte zig Stunden mit ihnen im Aquarium. Um die Kunststücke auf Zelluloid bannen zu können, mussten die Serienmacher mit mehreren Tieren gleichzeitig drehen. Sie brauchten fünf Delfine, denn nach fünf Kilo Fisch war einer satt und nicht mehr bereit, fürs Fernsehen zu arbeiten. 

Die Unterwasserszenen wurden nicht in Florida gedreht, sondern auf den Bahamas. Die tierischen Schauspielerinnen wurden dreimal pro Jahr in einem Wassertank unter Stress eingeflogen. Ich danke den Flipperdarstellerinnen, dass sie das auf sich genommen haben, um uns dieses schöne Bild der heilen Welt zu zeigen. 

Das Ende der Darstellerinnen

Als der Rummel um die Filme nachließ, wurden auch die Tiere nicht mehr umsorgt. Der neue Trainer weigerte sich mit ihnen zu arbeiten. Sie waren ihm zu verwöhnt. Suzy wurde als Flipper-Original an einen Wanderzirkus in Europa verkauft. Dort starb sie kurz darauf an einer Lungenentzündung. 

Die letzte Flipperdarstellerin Cathy beendete laut Angaben des Tiertrainers O´Barry ihr Leben selbst. Er wurde 1970 ins Seaquarium in Florida gerufen. Das Delfinweibchen Cathy trieb in seiner letzten Bleibe im Wasser, übersät mit schwarzen Blasen. Richard O´Barry sprang zu ihr, nahm sie in den Arm und merkte, wie der Delfin das Atmen einstellte. Nach Ansicht des ehemaligen Trainers hatte sie sich das Leben genommen, denn Delfine können jeden Atemzug kontrollieren. Ihm soll in diesem Moment bewusst geworden sein, dass sich Cathy und auch die anderen Delfine für die Show geopfert hatte.

Er bereute, dass er die Meeressäuger gequält und sie dem Stress der Filmbranche ausgesetzt hatte. Seither kämpft er weltweit gegen den Missbrauch der Meeressäuger in Delfin-Shows, die er mit seiner Arbeit für die Serie Flipper selbst populär machte. Schließlich waren in Folge der Flipper-Manie Dutzende von Delfinarien in den USA und Europa entstanden.

Er schätzt, dass gegenwärtig rund 1000 Delfine in Gefangenschaft leben. Die vom Militär nicht eingerechnet. Heute befreit er Delfine aus der Gefangenschaft, auch wenn er dafür schon selbst ins Gefängnis musste.

Ich danke den Flipperdarstellerinnen und allen anderen Walen und Delfinen die in Gefangenschaft sind, um uns Menschen zu begeistern.

Ich habe für mich entschieden nur noch frei lebende Tiere zu beobachten. 

Monika

 Was denkst du über diese Geschichte? Schreib mir doch einen Kommentar, ich freue mich von dir zu lesen.

 

 

 

Veröffentlicht von

www.waleunddelfine.de

Meinen ersten Delfin sah ich 1995 am anderen Ende der Welt in Neuseeland und seit dem begleiten mich die Meeressäuger. Ich bin tief mit Walen und Delfinen verbunden und erzähle dir auf diesem Blog von ihnen und meinen Erlebnissen.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Roswitha,
    danke für deinen Kommentar. Es gibt so viele Wale und Delfine in Gefangenschaft.
    Ich denke nur wenn man mit ihnen kein Geld mehr verdienen kann, wird dieses unwürdige Dasein (um 5 Delfin für ein Delfinarium zu bekommen muss man 100 von ihnen fangen!) ein Ende haben.
    Es gibt aber auch viele Menschen die sich um den Schutz und auch ein Leben nach der Gefangenschaft bemühen (z.B. Stiftung firmm in Tarifa – Südspanien).
    Viele Menschen zusammen, können viel bewirken!
    Lichtvolle Grüße Monika/Moraya

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