Hand gegen Koje Gibraltar Teneriffa

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Hand gegen Koje Gibraltar Teneriffa

Nach meinen guten Erfahrungen im April 2014 habe ich mich kurzfristig im Dezember 2014 entschlossen Hand gegen Koje Gibraltar Teneriffa mit zu segeln. Wie sich herausstellte war die Yacht am selben Steg, als ich im Dezember vor Gibraltar bei meinem Überführungstörn mit der „SPEEDY GO“ gelegen hatte. Vermutlich hatte ich auch meinen neuen Skipper schon mal gesehen, der war nämlich auch noch dort…

Am 01.01.2015 flog ich von Frankfurt-Hahn nach Malaga und dann weiter mit dem Bus vom Flughafen nach Algeciras zum Busbahnhof. Von dort nahm ich den Bus nach La Linea und da ich mich schon ein wenig auskannte, da ich ja schon im Sommer da war und noch einmal im Dezember, stieg ich vor der Marina aus, telefonierte mit meinem Skipper und nachdem wir uns dann endlich gefunden hatten, gingen wir in das asiatische Restaurant mit Buffet, dass mich magisch angezogen hatte und machten uns beim Essen erst einmal bekannt.

Seine Yacht ist eine amerikanische Ketsch (Besanmast) mit Langkiel und da sie recht schmal ist kam sie bei jedem Schritt in Bewegung, was wiederum für die Eingewöhnung an Bord sehr günstig war, da ich nach den paar Tagen am Steg so schön hin und her geschaukelt wurde, dass bei mir keinerlei Unwohlgefühl mehr aufkam, als wir dann endlich am 06.01.15 los fuhren.

"BARBARA ANN unterwegs von Gibraltar nach Teneriffa Januar 2015

Am 3.01. kam das letzte Crewmitglied und am 4. machten wir dann den Großeinkauf für die bevorstehenden rund 7 Tage nach Teneriffa. Da wenig Wind vor Afrika gemeldet war warteten wir noch bis 06.01. und hatten dann die perfekte Durchfahrt durch die Straße von Gibraltar. Und ich war wieder am Steuer als wir an Tarifa vorbei motorten.

Auch dieses Mal versteckten sich die Wale (auch schon auf meinem Törn von Mallorca nach Albufeira) sowohl in der Bucht von Algeciras, als auch in der Straße von Gibraltar. Zumindest waren sie für uns unsichtbar geblieben, aber ich spürte, dass sie da waren…

Nach einem halben Tag unter Motor konnten wir bald die Segel setzen und als der Wind noch ein wenig drehte kamen wir mit Schmetterling – Segeln sehr gut voran. (siehe Bild oben 🙂 )

Momente des Erschreckens

Wer schon einmal segeln war weiß, dass man eine Sicherheitsleine am Großsegel befestigt, damit der Baum beim Fehlsteuern nicht umschlagen kann wenn der Wind von hinten kommt. Man nennt das Seil „Bullenstander“ und da mein Skipper meinte kein geeigneteres Seil zu haben, machte er ein schon angerissenes recht dünnes mit einem Karabiner an einer Baumöse fest. Und statt es nach hinten ins Cockpit zu führen machte er es vorne im Bug auf einer Klampe fest. Leider hat er da nicht auf mich gehört und es kam wie es kommen musste, bei einer etwas höheren Welle riss das Seil und das Großsegeln schlug auf die andere Seite. Der Mast mag das gar nicht, aber zum Glück ist nichts weiter passiert. Statt nun ein ordentliches Seil zu suchen, machte mein Skipper wieder das kaputte dran, führte es aber immerhin nach hinten ins Cockpit.

Nach einer Weile riss es dann zum zweiten Mal und endlich holte er ein geeignetes Seil, das zwar viel zu lang aber immerhin in Ordnung und dick genug war. Und dann machte er wieder etwas was ich nicht nachvollziehen konnte. Das Seil hatte auch einen Karabiner vorne und der Baum hatte noch ca. 15 cm nach jeder Seite Spiel, weil er die Großschot nicht fest genug angezogen hatte und schlug bei 1-2 Meter hohen Wellen natürlich hin und her. Da mein Skipper recht groß ist und er den Karabiner nicht gleich durch die Öse bekam, weil der Baum eben immer hin und her schwang, sah ich das Unglück am Steuer stehend schon kommen und Peng, hatte er den Baum am Kopf. Er fiel etwas nach hinten und blieb aber zum Glück auf der Yacht. Hatte sich aber zwei ganz schöne Macken an der Stirn und über der Nase geholt.

Ich nahm jetzt das Seil, machte den ollen Karabiner ab und mit einem riesigen Palstek (Knoten) befestigte ich das Seil am Baum, immer schön den Kopf außerhalb des nun nicht mehr schlagenden Baumes, den ich natürlich vorher erst mal fest gezogen hatte, und führte es über die Mittschiffsklampe nach hinten und ab sofort hatten wir Ruhe mit dem Seil, allerdings nicht mit dem umschlagen des Segels, dazu später mehr.

Mein knapp 60 jähriger Skipper hatte viele Meilen im Mittelmeer hinter sich, war aber noch nie auf dem Atlantik und weil der Wind im Mittelmeer gegen Abend immer einschläft meinte er, dass dies auch auf dem Atlantik so wäre und weil das reffen bei dieser Yacht mit erheblichem Aufwand verbunden ist, ließen wir das Großsegel voll stehen. Das war kein schwerwiegender, aber ein Fehler, denn der Wind nahm über Nacht eher zu als ab und das Steuern war ab sofort mit erheblichem Aufwand verbunden sobald der Wind zunahm, die Folgen dieser Aktion wurden erst später sichtbar…

Wir hatten ein einfaches Wachsystem eingerichtet. Alle drei Stunden wurde gewechselt und so hatte jeder von uns drei immer 6 Stunden frei, drei Stunden Wache, 6 Stunden frei, drei Stunden Wache ….

Wir kamen nicht wirklich schnell, aber doch zügig voran. Am Anfang sah es noch aus, als ob ich meinen Flieger am 14. Januar morgens nicht erreichen würde, aber der Wind blieb uns wohlgesonnen und schob uns Meile um Meile Richtung Teneriffa. Wir konnten unseren Kurs von rund 230° meist halten und hatten dann aber bald ein neues Problem.

Weil der Skipper vor der Nacht nicht gerefft hatte (Segel verkleinern) und es in der Nacht recht gefährlich ist auf dem Vorschiff rum zu turnen, haben wir das Großsegel stehen lassen und der Wind ruckelte recht heftig daran, was dazu führte, dass später die Baumreiter an zwei drei Stellen ausrissen.

Am Morgen refften wir dann endlich, damit das Segel nicht noch mehr in Mitleidenschaft gezogen wurde und endlich ging es auch mit dem Steuern wieder leichter.

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Bordleben

Da unser Tag eingeteilt war in Wachen und Freiwachen hat es sich so ergeben, dass jeder von uns mal dran war mit Essen machen, nämlich immer einer, der über Mittag nicht am Steuer war.

Wenn man von einem Ort zum anderen segelt wird für gewöhnlich erst abends in der Marina gekocht, da wir aber auf dem offenen Meer waren, wo bald auch nichts mehr von Afrika zu sehen war, vereinbarten wir schon zu Beginn unserer Reise, dass wir Mittags warm Essen wollten. Das hatte auch den Vorteil, dass wir bei Tageslicht kochen konnten. Die Gerichte waren einfach aber schmackhaft und wir genossen die gemeinsame Zeit an Deck. Den Abwasch machte dann derjenige, der weder gekocht noch am Steuer war und so rotierten wir bei den alltäglichen Tätigkeiten auch sehr gerecht.

Wir hatten immer mal wieder tolle Gespräche zusammen und dann hatte ich auch wieder einzelne Gespräche, die sehr bereichernd waren. Das ist auch ein Teil, den ich beim Segeln mit „fremden“ Menschen sehr mag. Man lernt sich an Bord erst etwas kennen und ich bin immer neugierig auf die „zufälligen“ Begegnungen und es war bisher immer so, dass ich von den Mitreisenden eine Menge lernen konnte, sowohl menschlich in der Küche und auch seglerisch. Bei meinem Skipper hier, habe ich gelernt wie man so manche Dinge nicht macht und ich habe für mich festgestellt, dass mir eine Ketsch nicht wirklich gefällt (also eine Yacht mit zwei Masten). Aber die menschlichen Erfahrungen die wir austauschten waren sehr bereichernd.

Delfine

Gegen Abend bekamen wir an mind. drei Tagen Besuche von Delfinen. Immer so gegen 18 Uhr. Das fand ich erstaunlich, so als ob sie die Uhr auch kennen würden 🙂

Das waren wieder einzigartige Momente, wenn sie springend und tobend vorne in der Bugwelle schwammen und sich ihres Lebens freuten, was total ansteckend war. oder neben der Yacht her sausten. Leider habe ich es nicht geschafft ein gescheites Bild zu machen:

Gewöhnliche Delfine im Atlantik

Die Nächte auf dem Atlantik

Neben den Delfin oder gar Großwalbegegnungen, die ich allerdings nur einmal hatte (beim Probetörn „Heilmeditatives Segeln“ mit Walen und Delfinen um Teneriffa) ist ein Highlight am Tag der Sonnenaufgang, den ich allerdings manchmal verschlafe 🙂 und das andere Highlight ist der Sonnenuntergang, den ich niemals verpasse. Und wenn tatsächlich keinerlei Land mehr den Blick trübt ist es um so schöner dem Lauf der Natur zu zu schauen. Ich genieße die Momente und habe auch immer darauf geachtet, dass ich sie auch bewusst erlebe. Wenn es dann langsam dunkel wird und nur noch die Posititonslichter an sind fühle ich mich in der Dunkelheit geborgen und frei und glücklich. Meist ist der Sternenhimmel klar zu sehen, ab und zu sind natürlich auch Wolken da. Da kein Landlicht stört ist der Himmel voll von funkelnden Lichtern, manche Gestirnsformationen begleiten dann meine Wachen und wenn ich das Glück habe Abends die Wache zu haben in der Zeit wenn es dunkel wird und dann wieder am Morgen, wenn es noch dunkel ist, dann bin ich immer wieder erstaunt darüber wo sich „Orion“ oder „Der große Wagen“ hinbewegt haben.

Nebenbei sind Sterne auf dem offenen Ozean auch ganz praktisch als Anhaltspunkt für Steuerfrau -oder mann, allerdings sollte man immer mal wieder den Kurs auf dem Kompass beobachten, manch einer ist schon ganz wo anders gelandet, weil er den Sternen folgte 🙂 .

Und dann gibt es noch den kurzen Moment, wenn man zum ersten Mal den Mond zu Gesicht bekommt. Häufig gibt es eine Wolkenformation, die noch zu durchbrechen ist, aber manchmal geht er einfach über dem Meer auf, herrlich…

Ich liebe die Dunkelheit, da beruhigt sich alles, ich fahre (noch mehr) runter und ich staune über unsere Phantastische Erde.

Drei Stunden Wache sind gut abzusegeln und dennoch ist es manchmal unangenehm, wenn es kühl ist oder zu viel Wind bläst oder der Skipper nicht rechtzeitig refft (Segel kleiner macht) und das Steuern der reinste Kraftakt ist. Eine solche Nacht hatte ich. Was habe ich da geflucht. Die Schultern taten mir total weh, von Entspannung keine Spur, total angespannt und dann auch erschöpft war ich. Da werden drei Stunden zur Ewigkeit… Und doch gehen sie vorbei und ab in die Koje und endlich schlafen.

Aber es gibt auch diese tollen Nächte. Dir ist warm, Mond und Wolken sind zu sehen, ab und zu sieht man dann auch Tierchen im Wasser die fluoreszierend sind und ich bewundere und erfreue mich an den hellen Pünktchen die dann rumschwimmen, vor allem wenn man nach hinten ins Fahrwasser kuckt. Ab und zu kommen auch mal Delfine vorbei. Ich nehme sie durch ihr Atmen wahr und freue mich, ihre Schatten im Wasser zu sehen…..heeerrrrliiichh. Während ich das schreibe, möchte ich gerade wieder hinaus auf´s Meer…

Ein Tag vor Ankunft Teneriffa

Ich hatte meinem Skipper im Vorfeld die Insel Teneriffa als Anlaufstelle für die Überfahrt über den Atlantik schmackhaft gemacht, da ich mich da gut auskenne. Und statt nach Gran Canaria, wo die meisten hinsegeln, die über den Atlantik wollen, haben wir tatsächlich Teneriffa angesteuert.

Einen Tag vor der Ankunft gab es noch ein unschönes Erlebnis. Mitten aus dem Meer ragte eine Bohrinsel oder so was raus. Ich sah im dunkeln nur die Lichter. Weil ich den Kurs nicht ganz halten konnte, mit vollen Segeln, bat ich meinen Skipper darum die Genua (Vorsegel) reinzuholen. Da er es gewohnt ist, alles alleine zu machen hat er den dritten Mann nicht nach oben gerufen und rollte die Genua alleine ein, ich stand ja am Steuer und bei dieser Yacht kam ich nicht an die Schoten (Leinen) ran, dann hätte ich ihm ja helfen können. Wir hatten ja die ganze Zeit Wind von hinten und er rollte die Genua ein, allerdings ohne auf die Schot auf der anderen Seite zu achten. Eine größere Welle kam und mit einem großen Rutsch hatte er die Genua ganz schnell drin. Erst mal alles gut…

Mein Skipper löste mich später ab, ich ging unter Deck und redete noch mit dem dritten Mann, der noch nicht geschlafen hatte und plötzlich gab es ein flatterndes Geräusch. Ich stürmte gleich nach oben, dachte mein Skipper hätte mal wieder … Aber er konnte nichts für das flattern. Erst mit einer großen Taschenlampe stellten wir dann fest, was überhaupt los war. Die Genua flatterte, aber nur im oberen Drittel. Etwa ein Quadratmeter Segel knallte hin und her und machte einen Lärm, der sehr unangenehm war. Nach einer Inspektion auf dem Vorschiff stellte mein Skipper fest, dass sich die Genua total verwickelt hatte. Selbst das Schothorn (die Ecke an der die Leinen befestigt sind, mit denen man die Genua bedient) war eingewickelt und wir bekamen sie in der Nacht auch nicht mehr raus – später auch nicht.

Mein Skipper hatte weiterhin Wache und ich legte mich in die Koje und dann dachte ich, wie gut, dass der Bullenstander ordentlich gelegt wurde und zwar mit einem starken Seil. Mein Skipper schaffte es tatsächlich rund 15 Mal eine sogenannte Patenthalse zu machen, der Baum schlägt dann auf die andere Seite, weil der Wind falsch ins Segel bläst. Mit einem „Knall“ schlägt das Segel um und du rollst dann in deiner Koje von einer Seite auf die andere. Zum Glück wird das Segel ja vom Bullennstander gehalten, damit der Ausschlag nicht so groß ist, man steuert dann wieder zurück und „Knall“, schlägt das Segel wieder zurück und du rollst wieder in deiner Koje rum. Da ist an Schlafen nicht wirklich zu denken 🙂 . Ein Scheiß Geräusch ist das zudem und auch fürs Material ist das nicht sehr angenehm. Ich vermutete, dass er extra am Rande des Umschlagens steuerte, weil die Genua dann kaum noch Wind ab bekam, weil das Großsegel ihn weg nahm. Dadurch wurde das Flattergeräusch weniger. Es kann aber auch sein, dass er einfach nicht so gut steuern konnte. Später hatte sich die Genua auch wieder irgendwie eingerollt, da oben, und das Flattergeräusch verstummte. Ein paar Patenthalsen gab es allerdings noch… Ich möchte noch anmerken, dass auch ich eine Patenthalse geschafft habe, da wir wirklich am Kurslimit fuhren, aber eben nur eine und keine 15.

Nach dem Schrecken in der Nacht hatten wir dann noch eine recht entspannte Weiterfahrt Richtung Teneriffa. Die Genua konnten wir nicht mehr nutzen, da sie sich so verwickelt hatte… da ging gar nichts mehr. Inzwischen machte mir das Großsegel ein wenig Sorge. Wir starteten in Gibraltar schon mit einem 10 cm breiten Riss weit oben und der hatte sich inzwischen weiter aufgezogen, so dass ein Teil des Segeln eingefallen war. Aber auch mit dem etwas angeschlagenen Segel kamen wir recht gut vorwärts und endlich war Teneriffa in Sicht.

Ankunft in Teneriffa mit Hindernissen

Mein Skipper wollte unbedingt in den Haupthafen, weil da auf seiner Karte eingezeichnet war, dass es in der Marina dort eine Tankmöglichkeit gibt. Ich sagte zwar, dass ich in ner anderen Marina war, aber er ließ sich nicht davon abbringen. Schön war die Einfahrt nach Santa Gruz de Tenerife. Links lag ein großes Kreuzfahrtschiff.

MSC Fantasia

Allerdings entpuppte sich die Marina als viel zu klein für unsere 14 Meter Yacht und wir mussten aus dem Hafenbecken wieder raus.

Hafen Santa Gruz de Tenerife

Inzwischen war eine der zwei Fähren gestartet. Sie fuhr an uns vorbei und mein Skipper hinterher. Wir hatten ein gemächliches Tempo drauf und konnten das Kreuzfahrtschiff in vollen Zügen genießen. Dann hörte ich das Tuten der zweiten Fähre und wurde etwas unruhig. Ich weiß nämlich, dass die Fähren es immer recht eilig haben…

Mein Skipper bemerkte auch, dass er nun sozusagen verfolgt wurde und gab Gas statt einfach an die Seite zu fahren um die Fähre vorbei zu lassen. Nun habe ich noch nicht erwähnt, dass der Motor auch nicht ganz in Ordnung war, da wir ihn aber auf der Überfahrt nicht gebraucht hatten, hatte ich das total vergessen. Wir fuhren also jetzt der einen Fähre hinterher, die schon weit vor uns war und hinter uns kommt die andere. Und just als wir mit Gegenwind an der Hafenmauer angelangt waren ging der Motor aus.

Schrecksekunden…..

Nach mehreren Versuchen war er auch nicht mehr an zu bekommen. Wir waren manövrierunfähig….

Die Fähre fuhr an uns vorbei aus dem Hafen raus. Wir hatten Welle und Wind von vorne und noch etwas schub weg von der Mauer. Mein Skipper reagierte nun super schnell: „SEGEL SETZEN“ und war schon auf dem Weg nach vorne, bei der Yacht ging nichts automatisch oder einfach…

Die Yacht hatte nun keinen Vortrieb mehr und wir kamen immer näher an die Außenmauer des Hafens. Ich war am Steuer und versuchte möglichst die Richtung zu halten, aber in zwischen hatte ich keine Ruderwirkung mehr und wir bekamen die Wellen von der Seite und die Mauer kam immer näher…

Immerhin hatten wir die Fender schon draußen und dem Boot würde nicht viel passieren. Aber unangenehm war es trotzdem. Das kaputte Segel bekam etwas Wind rein und ganz langsam zog die Yacht Richtung offenes Meer. Ich machte Bewegung wie bei ner Schiffsschaukel, was auch zu helfen schien. Dann kurbelte mein Skipper noch mal am Anlasser für den Motor und er sprang an. Bow, das waren schweißteibende Minuten. Zur Sicherheit ließen wir das Segel noch eine Weile oben, packten es dann aber im Vorhafen von unserer endgültigen Marina wieder weg.

Nun hatte mein Skipper natürlich etwas Sorge, dass der Motor wieder ausgehen könnte. Also bewegte der den Gashebel erst noch einmal, als wir kurz vorm anschlagen an die Mauer unseres Liegeplatzes waren. Der Motor blieb an, aber er hatte so viel Speed, dass wir vorne doch etwas anschlugen. Der dritte Mann machte uns schnell fest und es war vollbracht…

Mein Segeltörn war nun eigentlich zu Ende. Es war glaube ich etwa 17 Uhr und es war der 12.01.2015. Ich hatte also noch etwas Zeit bis zu meinem Flieger, der recht früh am 14. ging.  Wir ließen den Abend entspannt bei Tapas in einem Restaurant in Santa Gruz ausklingen. Und ich schlief die letzte Nacht auf der Yacht.

Am nächsten Tag brachten wir das Segel zum Segelmacher und machten schon ein paar Einkäufe für die Überfahrt nach Martinique. Da ich nicht weiter mitfuhr kam ein neues Crewmitglied, auf dass meine Jungs noch warteten, aber sie hatten auch noch eine Menge zu tun, bis die Yacht für die Überfahrt wieder klar war.

Ich flog am 14. nach Hause und habe später erfahren, dass die drei Jungs in 25 Tagen heil über den Atlantik gekommen sind. Details wurden mir bis jetzt noch nicht bekannt…

Bis zum nächsten Törn

Eure Moni

Hattest du auch schon ähnliche Segelerfahrungen oder Begegnungen mit Walen oder Delfinen, dann schreib sie doch als Kommentar. Ich freue mich darauf 🙂

 

Veröffentlicht von

www.waleunddelfine.de

Meinen ersten Delfin sah ich 1995 am anderen Ende der Welt in Neuseeland und seit dem begleiten mich die Meeressäuger. Ich bin tief mit Walen und Delfinen verbunden und erzähle dir auf diesem Blog von ihnen und meinen Erlebnissen.

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