Grindwale und Tümmler vor Teneriffa

Grindwale und Tümmler vor Teneriffa

Nun ist es schon ein paar Wochen her, dass ich bei meinem letzten Törn „Im Wal Revier“ vor Teneriffa gesegelt bin. Auch bei meinem 4. Törn hatten wir ganz tolle Begegnungen. Dieses Mal mit Grindwalen und Tümmlern vor Teneriffa und La Gomera.

Törn 4 vom 06.08. bis 13.08.2016

Ich hatte vom 06.08. bis 13.08.16 über meinen Chartervermittler und Partner Pro Sailing eine Yacht in Las Galletas gebucht. (PS: Falls du auch einmal eine Yacht in irgendeinem Revier buchen möchtest und meinen Namen oder Wale und Delfine angibst, bekommst du bei www.pro-sailing.de auf den angegebenen Preis drei Prozent Rabatt extra bei deiner Buchung). Ein Ehepaar hatte mich angefragt, ob ich denn in diesem Sommer noch einen Törn vor Teneriffa anbieten würde und nachdem sich noch drei weitere Mitsegler gefunden hatten, konnten wir tatsächlich am 06.08. unsere Kojen auf der „ALSEDO“ eine 40 ger Bavaria Cruiser, beziehen.

Nach den Einkäufen trudelten auch die letzten Mitseglerinnen ein und bei einem ersten gemeinsamen Abendessen, dem noch einige folgen sollten, lernten wir uns erst einmal ein bisschen kennen. Es stellte sich heraus, dass außer mir keine/r Segelerfahrungen hatte, was aber kein Problem war.

Raus auf´s Meer

Nach der ersten Nacht und einer ausführlichen Yacht – und Sicherheitseinweisung ging es dann am nächsten Mittag raus auf´s Meer. Ich war schon zwei Wochen auf Teneriffa und es war die letzten Wochen recht windig gewesen. Aber an diesem Tag wehte der Wind nur schwach und ausnahmsweise mal von Süd West als von Nord Ost. So tuckerten wir unter Motor die ersten Meilen gegen etwas Welle und wenig Wind Richtung Süd-West Cap und meine Entscheidung erst einmal Richtung Los Cristianos und den Fischzuchtanlagen zu fahren stellte sich als super gut heraus, denn nach nur 50 Minuten sahen wir die ersten Tümmler. Sie waren am jagen und wir hielten genügend Abstand um sie dabei nicht zu stören und beobachteten sie eine Weile, bis sie davon schwammen.

Ein paar Kabellängen weiter trafen wir dann auf die ersten Grindwale und auch diese waren scheinbar auf Nahrungssuche und schwammen an uns vorbei. Eine recht lange Strecke fuhren wir dann an der Süd West Küste von Teneriffa hoch, bis es Zeit war nach La Gomera abzubiegen. Leider waren wir da schon so hoch gekommen, dass die Überfahrt nach San Sebastian etwas ruppig wurde, da sich der gemeldete Wind noch um einiges in der Düse verstärkte. Aber meine Crew hielt sich wacker in den nun etwa ein Meter hohen Wellen und nach ein paar Salzduschen waren wir dann auch gegen 18 Uhr in der Marina La Gomera. Dort wies uns ein Marinero in unsere Box ein und half auch gleich beim fest machen und nachdem Duschen suchten wir uns ein Restaurant im schönen Städtchen.

Die Crew hatte schon zu Beginn verabredet, dass sie lieber Essen gehen wollten als zu kochen und so kam ich zum ersten Mal in einige Restaurants auf den beiden Inseln.

Unsere Nachtruhe wurde durch ungewöhnliche Geräusche, zumindest für die Crew, ein wenig gestört, auch lag eine der Fähren, die zwischen La Gomera und Teneriffa verkehren die ganze Nacht in der Marina und hatte den Motor laufen. Ich schlief prima und nach dem Frühstück ging es weiter Richtung Las Vueltas.

Ich liebe es die zerklüftete Küste von La Gomera entlang zu fahren und auf der einen Seite die imposanten Felswände zu bestaunen und auf der anderen Seite nach Walen und Delfinen Ausschau zu halten. Leider hatten wir an diesem Tag nicht all zu viel Glück. Stunde um Stunde schauten wir auf das blau des Atlantik, aber es zeigte sich kein Säugetier. Erst als wir nach ein paar Stunden beschlossen in den Hafen von Las Vueltas rein zu fahren entdeckten wir praktisch direkt vor der Hafeneinfahrt. Delfine.

Tümmler

Es waren Tümmler, die auch hier jagten. Wir schauten ihnen mit gebührendem Abstand eine Weile zu und dann ging es in den Hafen. Da hatte ich nun zum ersten Mal das Pech, dass an der Hafenmauer dieses Mal kein Platz mehr war. Aber es gab ja noch den Fähranleger und da keine Fähre erwartet wurde konnten wir dort fest machen. Es gab zwar nur zwei Leitern, aber über eine konnten wir an Land und ich konnte auch die Festmacheleinen so befestigen, dass wir dort super gelegen haben.

Oceano

Ein Teil der Crew machte sich gleich auf den Weg zu Oceano, da wir dort den montäglichen Vortrag über die heimische Wal und Delfinwelt hören wollten. Meine Freundin Ulla hielt den Vortrag und obwohl ich ihn schon einige Mal gehört hatte, gab es wieder einiges Neues für mich zu lernen. Dieses Mal konzentrierte ich mich darauf wo Oceano bei ihren Ausfahrten die Meeressäuger gesehen hatten.

Nach dem tollen Vortrag und einem gemeinsamen Abendessen verbrachten wir eine sehr ruhige Nacht an der Hafenmauer und nachdem ich die Hafengebühren bezahlt hatte und Ulla da war, die uns heute begleiten wollte, legten wir ab und machten uns auf die Suche nach den Meeressäugern. Aber an diesem Tag war es wie verhext. Wir fuhren in dem Gebiet, das auch von Oceano fast täglich abgefahren wurde, aber es zeigten sich lange, lange, lange keine Meeressäuger.

Erst als wir beschlossen Richtung San Sebastian zurück zu fahren und wir uns dadurch der Küste wieder näherten entdeckten wir wieder einige Gruppen jagender Tümmler. Ich fand das schon etwas eigenartig, dass wir die Säuger immer beim Jagen trafen, denn das setzte sich auch die folgenden Tage fort. Interessant war es schon zu beobachten wie die Tümmler auf und gleich wieder eintauchten ins blaue Nass. Etliche Sturmtaucher um die Stelle versammelt, wo Tümmler die Fische jagten.

Ein Schauspiel der besonderen Art und das auf mehreren Bühnen gleichzeitig. Aber dann war es Zeit zurück zu fahren, damit Ulla ihren Bus in San Sebastian zurück nach Las Vueltas noch bekommen konnte. Der Marinero hatte gerade keine Zeit für uns, als wir in die Marina fuhren und wir machten erst einmal an der Tankstelle fest. Ulla verabschiedete sich und wir warteten geduldig, bis der Marinero uns mit seinem Dingi einen Liegeplatz zeigte und beim Fest machen half. Auch dieser Abend endete mit einem sehr guten Essen im Städtchen und am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg wieder zurück nach Teneriffa.

Zurück nach Teneriffa

Leider hatte es der Wettergott nicht ganz so gut mit uns gemeint, denn wir hatten Nordwind und Welle, die zu Beginn recht ungemütlich war, aber immer gemütlicher wurde je näher wir an Teneriffa heran kamen. Wir konnten sogar das Vorsegel setzen. Und später sahen wir auch einige Grindwale bevor wir um die Ecke nach Las Galletas zurück segelten.

Eigentlich wollte ich ja einen Zwischenstopp in Los Gigantes einlegen, aber an diesem Tag hatten sie entweder keinen Platz für uns oder die Einfahrt war unmöglich wegen der Nordwelle. So genau habe ich den Marinero bei meinem Anruf nicht verstanden. Auf jeden Fall blieb uns bei der Wettersituation nichts anderes übrig, als wieder nach Las Galletas zu fahren. Was aber den Vorteil hatte, dass keine Übernachtungsgebühren anfielen, was die Bordkasse sehr entlastet hat.

Die nächsten Tage fuhren wir dann von Las Galletas raus und hatten noch super schöne Begegnungen mit Grindwalen und Tümmlern. Wir fuhren auch einmal in eine schöne Badebucht und hatten eine Menge Spaß beim Schnorcheln.

Am letzten Abend fanden wir dann in Las Galletas noch ein sehr schönes Lokal und hatten einen würdigen Abschluss „Im Wale Revier“. Schon am frühen Morgen verabschiedete ich dann das erste Crewmitglied und nach einem kurzen Frühstück machten wir anderen uns dann auch auf den Weg. Das Ehepaar machte noch einen Woche Urlaub auf La Gomera und fuhr am nächsten Morgen mit dem Bus zur Fähre in Los Cristianos. Die Schweizerin hatte noch viel Zeit bis zu ihrem Flug und wollte sich noch ein bisschen was angucken und ich fuhr mit meiner Dorfnachbarin mit dem Bus zum Flughafen und kaum waren wir dort war auch schon check in und ein paar Stunden später hatte mich der Alltag wieder.

Neue Termine

Und kaum zu Hause packt mich schon wieder die Sehnsucht nach den Meeressäugern und das Meer und ich plane die nächsten Törns. Wenn du auch einmal mit mir vor Teneriffa „Im Wal Revier“ auf einer Yacht unterwegs sein möchtest dann melde dich bitte bei mir. Die nächsten Termine stehen fest und es sind noch einige Kojen frei. Hier gibt es alle Infos zum Törn: http://www.waleunddelfine.de/im-wal-revier-segeln.

Ich freue mich dich an Bord begrüßen zu dürfen und mit dir traumhafte Stunden auf dem Meer zu verbringen immer in der Gewissheit, dass irgendwo um uns herum Meeressäuger leben.

Walische Grüße

Monika

Veröffentlicht von

www.waleunddelfine.de

Meinen ersten Delfin sah ich 1995 am anderen Ende der Welt in Neuseeland und seit dem begleiten mich die Meeressäuger. Ich bin tief mit Walen und Delfinen verbunden und erzähle dir auf diesem Blog von ihnen und meinen Erlebnissen.

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